


mit Hohlniet aus AlMg 2,5 und mit angepassten Prägungen in Frage kommen. Außerdem wurde aufgrund der Korrosionsanforderungen eine spezielle Oberflächenbeschichtung notwendig. Anschließend wurde aufgrund des spröden Plastikkorbs die Nietdorn-Bruchlast und der Lochlaibungsdruck durch entsprechende Auslegungen reduziert. Für die Dichtigkeitsprüfung entwickelten wir eigens eine geeignete Vorrichtung. Als wirtschaftliches Verarbeitungsgerät empfahl sich ein handgeführtes pneumatisch-hydraulisches Setzgerät. Und nicht zu vergessen der Funktionsnachweis: Er erfolgte durch beispielhafte Simulation der Verbindung und wird durch Kraft-Weg-Diagramm ermittelt und bezüglich Klemm- und Restdornlösekraft dokumentiert.
Ein typischer Fall für unseren technischen Vertrieb, der immer dann in Aktion tritt, wenn es um Problemlösungen in Sachen Verbindungstechnik geht. Schritt für Schritt werden alle Möglichkeiten ausgelotet, selbstverständlich immer unter wirtschaftlichen Aspekten und ergonomischen Kriterien.
Und noch eines: Dass so viele Kunden aus der Großindustrie auf unsere Kompetenz setzen, liegt sicherlich auch daran, dass wir mit dem fachlichen Know-how unserer Mitarbeiter immer für sie da sind und durch unseren qualifizierten Nachwuchs dafür sorgen, dass es auch so bleibt.
Beginnen wir mit einem Beispiel. Vor gar nicht allzu langer Zeit suchte uns ein namhafter Zulieferer der Automobilindustrie mit folgender Anforderung auf: Ein Lautsprecherkorb sollte auf einem Türträgermodul befestigt werden. Soweit, so gut, aber dahinter verbargen sich knifflige Herausforderungen: unterschiedliche Materialien waren zu verbinden, ohne sie zu beschädigen. Es musste die Zugänglichkeit zu den Nietstellen und darüber hinaus deren Spritzwasserdichtigkeit gewährleistet sein. Auch durfte keine Geräuschentwicklung bei dynamischer Belastung auftreten. Und last but not least, sollte vor jeder Lieferung ein Funktions-nachweis dokumentiert werden. Wir gingen folgendermaßen vor: Zunächst wählten wir das Vormaterial für den Hohlniet unter Berücksichtigung der Verformungs- und Festigkeits-anforderungen aus. Wegen der variablen Materialstärken konnte nur ein Mehrbereichs-Blindniet